Am Sonntag, den 03.11.19, nahmen die Dirndl der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins GTEV Edelweiß Neuötting beim Gaujugenddirndldrahn des Inngau Trachtenverbands teil. Dieses fand in diesem Jahr in der Wendelsteinhalle in Brannenburg (Lkr. Rosenheim) statt und wurde um 9:00 Uhr vom 1. Gauvorplattler Brehm Sepp eröffnet.

v. l. Emilia Estermaier, Carina Kelnhofer, Lisa Steffen, Florian Bauer, Lea Künzig, Catharina Bauer, Simon Kelnhofer

Dabei nahmen die jüngsten ab einem Alter von ca. 7 Jahren teil, die ältesten mit einem Alter von 14 Jahren. Unterteilt waren die rund 170 Teilnehmerinnen, die von (fast) allen 39 Vereinen des Gaugebiets stammen, in insgesamt drei verschiedene Altersklassen.

Nach den Wertungen der Einzelteilnehmerinnen konnten noch 15 Gruppen von jeweils vier Paaren in zwei verschiedenen Altersklassen ihr Können zeigen. Neben dem Drahn und Plattln wurden natürlich auch das Auftreten der Beteiligten und deren Tracht bei der Bewertung miteinbezogen.

Die größte Spannung bei der abschließenden Preisverleihung durfte wohl in der Altersklasse drei (13 – 14 Jahre) geherrscht haben, da hier die ersten zwölf Plätze zur Gaujugendgruppe aufgenommen wurden. Diese besteht aus den besten zwölf Buam, die bereits durch das letztjährige Gaujugendpreisplattln feststanden, und den besten zwölf Dirndln, die beim jetzigen Gaujugenddirndldrahn hinzu gestoßen sind.

Die Platzierungen der Teilnehmerinnen aus Neuötting:
in der Altersklasse zwei (11 – 12 Jahre): Estermaier Emilia Platz 34 (insgesamt 48 Teilnehmerinnen)
in der Altersklasse drei (13 – 14 Jahre): Bauer Catharina  Platz 41, Kelnhofer Carina Platz 8, Künzig Lea Platz 58, Steffen Lisa – Marie Platz 48 (insgesamt 66 Teilnehmerinnen)

Das Weihnachtsstück der Bunten Bühne zeigt schon im Titel „QuadratRatschn-Schlamassel“ auf, dass gehörig was los sein wird un der Spaß im Vordergrund steht. Und dennoch – durch das Damoklesschwert einer Mieterhöhung über der Handlung und der damit einhergehenden Angst vor einem Wohnungsverlust lässt das Stück auch an Aktualität nichts missen.
Annelie Gugl (Andrea Steiner) und Hilde Hupf (Regina Bruckmeier) sind seit Jahren Nachbarinnen. Die neugierige Hausmiesterin und die schlaue Friseurin verstehen sich blendend. Beim täglichen Kaffeeklatsch im Hinterhof des alten Mietshauses wird getratscht, gekichert und natürlich Guglhupf gegessen. Doch in das Hinterhofidyll bricht die Katastrophe herein: Eine horrende Mieterhöhung und drohender Wohnungsverlust. Eine Geldquelle muss her, aber schnell!
Irgendwie muss man doch mit den alleinstehenden, wohlhabenden Kundinnen des Damensalons mehr Geld machen können. Und Frau Gugl hat durch ihre häufigen Besuche fremder Bestattungen guten Zugriff auf alleinstehende Herren. Eine wahnwitzige Witwen-Partnervermittlung unter der Trockenhaube scheint die Lösung. Waschen, legen, kuppeln. Fast unbemerkt bleibt dabei die leise Romanze, die sich zwischen dem neuen Hausbewohner Theodor Hecht (Fritz Kirmaier) und dem Mauerblümchen (Veronika Hitschfel) entwickelt. Auch Konditorenwitwe Vevi Rammerl (Evi Eichberger) und Metzgermeister Helmut Wammerl (Franz S. Mayer), sowie die fidele Briefträgerin Betti (Nadine Schwerdtner), Oma Wiese (ihr leiht die Souffleuse Margarete Anders die Stimme) aus dem ersten Stock und der neue Hausbesitzer Massl (Christian Stettner) sorgen für Wirbel. Aber die Verstrickungen sind viel verworrener als gedacht. Alte und neue Lieben bringen die Hausgemeinschaft gehörig durcheinander.
Aufführungen sind am 26., 27. und 28. Dezember jeweils um 19.30 Uhr, sowie am 29. Dezember um 18.30 Uhr im Neuöttinger Stadtsaal. Karten gibt es ab Montag, 4. November im Neuöttinger Stadtmuseum, in der Buchhandlung Fraundorfner Altötting und bei Inn-Salzach-Ticket.

Bericht und Foto: Kähsmann, ANA 1.November 2019

Der Gebirgs-Trachten-Erhaltungsverein Edelweiß hat ein neues Ehrenmitglied: Zeugwart Walter Strohmeier, seit sage und schreibe 56 Jahre ununterbrochen dabei und seit 35 Jahren im Ausschuss, hat am Samstag im Gasthaus Pallauf bei der Jahreshauptversammlung überrascht die Urkunde entgegen genommen, die ihm diesen Status bestätigt.

Walter Strohmeier wird von 1. Vorstand Thomas Kelnhofer das Ehrenmitglied ernannt

Die Vereinsvorsitzenden Thomas Kelnhofer und Bettina Grashuber würdigte Strohmeiers Wirken seit bald sechs Jahrzehnten: „Er ist der Mann, der seine Augen immer und überall hat, um dafür zu sorgen, dass es im und ums Vereinsheim gepflegt zugeht“. Zur Weihnachtsversteigerung holt er gemeinsam mit Herbert Holzner jedes Jahr noch das Butterfassl raus, um die berühmte Butter herzustellen. Auch der Pressack für die Versteigerung sei ein Gaumenschmaus und bei den Neujahrsanspielen sei er seit 1984 mit seiner „Deifesgeige“ dabei. Sichtlich überrascht und hocherfreut nahm Strohmeier die Ehrung entgegen.

v.l. 2.Vorstand Bettina Grashuber, Andrea Vogl, Kriemhilde Yavuz, 1. Vorstand Thomas Kelnhofer, Reinhard Müller, Norbert Werkstetter

Ferner wurde bei der Versammlung eine Reihe langjähriger Mitglieder geehrt (siehe unten). Eingangs der Versammlung hatte Schriftführerin Claudia Kelnhofer ausführlich von den Highlights und sonstigen Aktivitäten des Trachtenvereins im abgelaufenen Jahr berichtet. Nach ihren Worte gehören derzeit 379 Mitglieder – ohne Kinder und Jugendlichen – dem Verein an.
Vorplattler Robert Strohmeier berichtete von den Auftritten der Plattler sowie den Volks- und Figurentänzen und den Goaßlschnalzern. Sie alle hatten das jeweilige Publikum begeistert. Auch beim Goaßlschnalzertreffen aus Anlass des 40-Jahr-Jubiläums der Lindacher Schnalzer war vertreten: „Mit zwölf Schnalzern hatten wir gegenüber den anderen Schnalzergruppen vom Unteren Chiemgau und des Gebiets Inns-Salzach vom Gauverband I. die meisten Schnalzer auf den Tischen stehen“, so Strohmeier stolz.
Dass die Jugendarbeit im Verein großgeschrieben wird, zeigte der Bericht von Jugendleiter Markus Demmelhuber: Die 18 Kinder und Jugendlichen waren, wie er sagte, mit Eifer bei vielen Veranstaltungen dabei, in 53 Proben wurde für die Auftritte geübt. Zehn Dirndl und sechs Buam sind als Tänzer aktiv. Der Lohn der Arbeit: Ein begeistertes Publikum bei den Auftritten, wie zum Beispiel im Mai beim Heimatabend im Neuöttinger Stadtsaal, der für den Verein als Höhepunkt des Jahres gilt.
Dass auch die Finanzen stimmen, dafür ist Kassier Thomas Strohmeier zuständig. Er sagte in seinem Bericht, er freue sich, dass der Verein finanziell gut aufgestellt sei und sich beruhigt an die Vorbereitungen für das Festjahr 2021 machen könne: Dann wird der 100. Vereinsgeburtstag gefeiert, wofür man schon jetzt fleißig plant. Kassenrevisor Herbert Holzner bescheinigte, dass die Kassenführung „tipptopp“ sei: Gemeinsam mit Resi Wimmer hatte er alles geprüft. Als Ergebnis gab´s ein großes Lob: „Der Verein kann sich glücklich schätzen, mit dem Thomas so einen hervorragenden Mann als Kassier gefunden zu haben!“
Vereinsvorsitzender Thomas Kelnhofer stellte die Bedeutung der Brauchtumsarbeit heraus. Er dankte seinen Vorstands-Kollegen für die, wie er sagte, stets harmonische und gute Zusammenarbeit, aber auch den Mitgliedern, die sich immer sehr engagierten und viel von ihrer freien Zeit eingebracht hätten.

Die Leitung der anschließenden Neuwahl übernahm 3. Bürgermeisterin Ulrike Garschhammer. In einer geheimen Wahl wurden 1. und 2. Vorsitzende gewählt, über die übrigen Mitglieder konnte per Akklamation abgestimmt werden. Das wenig überraschende Ergebnis: Alle Vorgeschlagenen wurden einstimmig gewählt und nahmen ihr Amt bis 2021 wieder an. Nur der 2. Vorplattler Jonas Salzinger ist neu im Team (nähere Ergebnisse siehe unten). „Es ist schon traumhaft, wenn man eine Liste bekommt, wo alle bisherigen Vorstandsmitglieder wieder vorgeschlagen und auch gewählt werden“, sagte 3. Bürgermeisterin Ulrike Garschhammer in ihrem Grußwort. „Dies ist ein großes Kompliment und zeigt das große Vertrauen in die Vorstandschaft.“ Gerade Kinder und Jugendliche lernten in einem Verein, dass es um eine Gemeinschaft gehe, auf die man sich verlassen könne, sagte sie: „Hier lernt man Zuverlässigkeit, Disziplin und das brauch unsere Gesellschaft, damit es nicht nur ‚Ichlinge‘ gibt. Die Stadt ist gerne bereit euch dabei zu unterstützen“, erklärte Garschhammer.

Geehrt wurden:
Für Zehn Jahre Mitgliedschaft: Norbert Werkstetter.
40 Jahre: Andrea Vogl
50 Jahre: Kriemhilde Yavuz und Reinhard Müller

Ergebnis der Neuwahl:
1. Vorsitzender: Thomas Kelnhofer
2. Vorsitzende: Bettina Grashuber
1. Kassier: Thomas Strohmeier
Schriftführerin: Claudia Kelnhofer
1. Vorplattler: Robert Strohmeier
2. Vorplattler: Jonas Salzinger
1. Jugendleiter: Markus Demmelhuber
2. Jugendleiterin: Carina Demmelhuber
Trachtenwart: Annemarie Schaumeier
1. Fähnrich: Stefan Strohmeier
2. Fähnrich: Sven Vetter
Pressewart: Bettina Grashuber
Vereinsdienerin: Anna Strohmeier
Zeugwart: Walter Strohmeier
Beisitzer: Sabine Estermeier, Willi Roth
Kassenrevisoren: Herbert Holzner, Resi Wimmer

Bericht: ANA 16.10.2019, Fotos: Asenkerschbaumer Dominik



Neuötting. Es war ein fairer Wettstreit auf beachtlich hohem Niveau: Plattler und Tänzerinnen aus fünf Trachtenvereinen des Gaugebietes „Unteres Inntal“ (Hebertsfelden, Wittibreut, Simbach, Antersdorf und Neuötting) trafen sich im Vereinsheim der Lindenthaler in Hebertsfelden, um in sieben Altersklassen die Besten im Schuhplatteln und Dirndldrahn zu ermitteln.

Eine exakte Haltung, gute Schlagtechnik und der richtige „Dreh“ brachten Vorplattler Robert Strohmeier und Nichte Carina Kelnhofer auf das Siegertreppchen

Die rund 75 Teilnehmer gingen in der von Gebietsvertreterin Sabine Gruber organisierten Veranstaltung mit Ehrgeiz und Konzentration an den Start. Schließlich offenbart schon ein kurzer Blick in die Gaurichtlinien, was alles mit Punktabzug quittiert werden kann, vom fehlenden Gleichschritt beim Einmarsch, über falsche Hand- und Fußhaltung sowie mangelhaftem Harmonieren zwischen dem Plattler und der Tänzerin, bis hin zur ungenauen Schlussfigur.

Besonders heikel ist dabei das „Einholen der Tänzerin“, der Moment, in dem sich der Plattler der drehenden Tänzerin nähert und sie genau in der richtigen Sekunde zur Musik an der Schulter berührt und beide in das gemeinsame Walzertanzen hineingleiten. Verständlich, dass dieser Augenblick, sofern er besonders geglückt ist, immer mit tosendem Applaus aus der jeweiligen Vereinsecke begleitet wurde.

Die gezeigten Leistungen waren quer durch alle Altersklassen beachtlich, umso mehr freuten sich die Neuöttinger Trachtler, die einen Siegerpokal in der AK 1 Buam sowie einen zweiten und vier dritte Plätze für sich verbuchen konnten.

Wie sehr jedoch der gemeinsame Spaß jegliches Konkurrenzdenken überwog, bewies die Gruppenwertung. Da kein Verein Gruppen gemeldet hatte, wurden im Losverfahren quer durch alle teilnehmenden Vereine kurzerhand vier Gruppen gebildet. Trotz gemeinsamer Richtlinien gibt es von Verein zu Verein kleine Unterschiede im Ablauf und der Ausführung, was nun erst einmal Kommunikation, Austausch und Kompromisse erforderte. So wurde die Gruppenwertung zu einem verbindenden Element für alle, was der Vorstand des gastgebenden Vereins aus Hebertsfelden, Konrad Rothlehner, spontan mit der Spende eines noblen Preisgeldes für alle Teilnehmer belohnte.

Nachfolgend die Erst- bis Drittplatzierten  in der Einzelwertung mit Neuöttinger Beteiligung:

Bis zehn Jahre, Buam: 1. Simon Kelnhofer (Neuötting), 2. Quirin Brodschelm (Antersdorf) 3. Raphael Bauer (Neuötting)

11 und 12 Jahre, Buam: 1. Lorenz Steiner (Wittibreut), 2. Florian Steffen (Neuötting), 3. Simon Hofer (Hebertsfelden)

13 und 14 Jahre, Dirndl: 1. Magdalena Gruber Hebertsfelden), 2. Julia Thalbauer (Wittibreut), 3. Carina Kelnhofer (Neuötting)

24 bis 30 Jahre, Buam: 1. Rainer Preisinger (Hebertsfelden), 2. Sepp Fichtner (Hebertsfelden), 3. Markus Demmelhuber (Neuötting)

Über 30 Jahre, Buam: 1. Sepp Lechl (Hebertsfelden), 2. Sebastian Rothlehner (Hebertsfelden), 3. Robert Strohmeier (Neuötting)

Die stolzen Sieger in den Nachwuchsklassen (von links): Lina Eigner, Magdalena Gruber, Catalin Schedlbauer, Lorenz Steiner, Bianka Barata, Simon Kelnhofer.

Bericht: Claudia Kelnhofer

Eine Woche drauf, am Sonntag den 21. Juli nahmen die Trachtler an Bayerns größtem Gaufest, in der Nachbarstadt Altötting, teil. Auch hier hatten die Trachtler am Anfang kein Wetterglück. Der Kirchenzug und die Kirche fand trotz des Regens, am Kapellplatz in Altötting, statt. Während der Gabenbereitung hörte der Regen plötzlich auf, so dass der anschließende Festzug bei Sonnenschein stattfinden konnte.

  • 8. Dezember 2019 – Nikolausfeier
    23:59
  • 22. Dezember 2019 – Weihnachtsfeier
    17:00