DSC05592 Lustig, turbulent und ausstaffiert mit feinster Trachten-Garderobe haben die Mitgliederder Bunten Bühne amSamstag bei der Premiere ihresWeihnachtsstückes „Die pfiffige Urschl“ imStadtsaal agiert. Ein „Stück zum Lachen“ lautet der Untertitel des ländlichen Schwanks; damit wurde nicht zu viel versprochen. Vieles ist neu bei der Bunten Bühne: da wäre zunächst der neue Spielleiter Stephan Loipersberger zu nennen, der sich zusammen mit seinen Akteuren mächtig ins Zeug gelegt hat, um den Theaterbesuchern auch richtig was zu bieten. Mit der unbefangenen jungen Lisa Berreiter, die im Stück Marile, die hübsche Nichte der Wirtin gibt und dem als hinterkünftiger „Bader“ für Verwirrung sorgenden Martin Diensthuber, hat die Theatergruppe erneut spielfreudigen Zuwachs erhalten.

Als eigentlicheHauptfigur, nämlich der „pfiffigen Urschl“, zieht Regina Bruckmeier mit ihrer herzig dargebotenen geistigen Schlichtheit unauffällig, listig und manchmal gar handgreiflich die Fäden des Geschehens im „Roten Ochsen“, wo sie es bei ihrem Einstand gleich „ganz nobelhaft“ findet. Daneben geht Manfred Zallinger als findiger Hausl und späterer Geschäftsleiter ganz köstlich in seiDSC05600ner kauzigen Rolle auf: „Ausgerechnet jetzt, wo die Saison angeht“, jammert er, als Wirtin Andrea Steiner (resolut wie immer) vom heuchlerischen Bader mit dem Auto angefahren wird und sich dabei den Fuß bricht. Flugs hat er aber eine geschäftsträchtige Idee, die er mit Karl, dem Exfreund vonMarile als zugkräftigen „Blickfang“ für die Damenwelt in die Tat umsetzt. Eifersüchteleien, „unglaubliche Zustände“, wie der scheinheilige Bader ständig hetzt, und der verschwundene Schuldschein vom Bergmoser (Franz-Xaver Anders) sorgen fortan für aufregende  Zeiten im „Roten Ochsen“. Aber dann kommt dieWirtin zurück. Bis auf ein paar gut überspielte Hängerwurde die Premiere alswitziges und unterhaltsames  Theaterstück geboten, bei dem sich die Leute imSaal sichtlich amüsierten. Prädestiniert für die Rolle als unfreiwilliger

„Saisongockel vomRoten Ochsen“ ist in jedem Fall Thomas Stadler, hübsch und textsicher wandelt Lisa Berreiter als Marile über die Bühne und mit hinterhältigem Charme darf Martin Diensthuber als „Bader“ punkten. Auch wenn sie als Wirtin diesmal weniger Text und zudem ein eingebundenes Bein hat, ist Andrea Steiner mit ihrer Vitalität ein Markenzeichen der Bunten Bühne. Für 30 Jahre Aktivität wurde sie deshalb von Stephan Loipersberger mit Blumen und DSC05606einerUrkunde geehrt. Gut getroffen sind auch die etwas kleineren Auftritte von Sonja Neuberth als turtelnde Laura und Franz-Xaver Anders, der am Ende als arglistiger Bergmoser für heftige Unruhe sorgt.

 

 

 

 

 

Bericht und Fotos ANA – Sylvia Kuhnert

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